Verschwende nie die Zeit einer Krise

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Nach einer gewissen Schockstarre der letzten Tage erleben wir nun alle einen leichten Gewöhnungseffekt. Wir richten uns in der neuen Lage ein und versuchen das Beste daraus zu machen.
Vielleicht wenden wir uns der Philosophie zu, schauen Filme, lesen Bücher, pflegen unsere Gärten und Terrassen, bauen etwas im Garten an oder schauen das erste Mal, was es dort zu ernten gibt. Wir finden Zeit und Freude zu backen, Rezepte auszuprobieren, lange Spaziergänge zu machen oder einfach mal wieder den Moment zu spüren. Und in der Entschleunigen werden wir kreativ. Womit kann ich die plötzliche Leere füllen? Was wollte ich schon immer mal tun, aber habe nie die Zeit dafür gefunden? Wem kann ich Unterstützung anbieten. Wer lebt alleine und wen habe ich lange nicht mehr angerufen?

Und natürlich haben wir weiterhin Herausforderungen: Kinder, die Zuhause lernen, aber dabei noch nicht selbständig sind, Home Office und Kinderbetreuung, Sorgen um das eigene Unternehmen, Hauskoller und vieles mehr.

Dabei kann es guttun, immer mal wieder etwas Abstand zwischen die Familienmitglieder zu bringen, Joggen, Rad fahren, Laufen. Bewegung tut gut. Aber auch tiefes Atmen ist wichtig. Bei meiner Recherche bin ich auf ein spannendes Buch gestoßen, was für mich gut in die jetzige Zeit passt, denn für eine gute Gesundheitsprävention ist es gut für unsere Lungen zu sorgen und uns intensiv mit der Atmung zu befassen. Das Buch von Jessica Braun „Atmen“ scheint vielversprechend zu sein. Hier ein paar Worte aus dem Klappentext des Buches: Jeder Mensch, der auf die Welt kommt, holt in der ersten Minute Luft. Ab dann arbeitet die Lunge normalerweise von ganz alleine. Aber chronische Lungenkrankheiten, Asthma oder Schlafapnoe sind heute zu Volkskrankheiten geworden, und auch all jene, die nicht krank sind, japsen, keuchen, schnauben und schnaufen. Die Autorin Jessica Braun, die selbst leicht aus dem Atemtakt zu bringen ist, macht sich auf den Weg, das Luftholen neu zu lernen. ... Ihre Recherche führt sie zu Forschern und Schauspielern, Biathleten und Yogalehrern. Sie zeigt, wie der Atem Körper und Seele verbindet. Und dass jeder die Kunst des Atmens erlernen und sein Leben verändern kann. Ihr könnt Jessica Braun in einer Talkshow beim NDR kennen lernen: https://www.youtube.com/watch?v=GPwRrSSL01g

Atmen, Bewegen, aber auch Augenbewegungen sind wichtig
Neben der Atmung sind Bewegung, vor allem auch Augenbewegungen jetzt wichtig. Wenn wir alle mehr vor den Medien sitzen, ist es wohltuend, unsere Augen immer mal wieder zu bewegen, aber auch zu entspannen. Besonders gilt das für unsere Kinder, die momentan wahrscheinlich am längsten vor dem Bildschirm sitzen. Die Schule findet digital statt und der Freizeitsport fällt aus. Die Spiel- und Sportplätze sind geschlossen. Gerne möchte ich allen Eltern, die mit der schulischen Betreuung ihrer Kinder an Grenzen kommen Kapitel 3 in meinem Buch „Kopf hoch und klar sehen“ empfehlen. Der Abschnitt „Lernen und Augenbewegungen“ und alle Übungen für die Schulreife im Übungsteil sind hilfreich und können den digitalen Alltag unterbrechen und Kinder gut auf die Hausaufgaben vorbereiten. Sie eignen sich am besten, bevor Kinder mit Hausaufgaben anfangen und helfen Regionen im Gehirn gut zu vernetzten. Für ein gutes Abspeichern des Gelernten ist es wichtig, danach ein wenig mit der Medienwelt zu pausieren.


Zusammenfassung:

Lernvorgänge brauchen Wiederholungen und Pausen, dann kann sich das Gelernte verfestigen. Die Informationen werden an Kontaktstellen von Nervenzellen assoziativ abgespeichert. Unsere Nervenzellen im Gehirn brauchen immer wieder kurze Verschnaufpausen, um diese Kontaktstellen anzupassen. Dann kann mit der Zeit aus Informationen ein Wissensschatz werden.

Hier eine Leseprobe aus meinem Buch: Lernen und Augenbewegungen
Bei langer Mediennutzung starren die Augen lange auf kurze Entfernung. Am Computer ist der Lidschlag auf 4–7-mal pro Minute vermindert. Natürlicherweise blinzeln wir 10–25-mal in der Minute. Der Lidschlag sorgt dafür, dass die Augen gut befeuchtet werden, gleichzeitig entspannt er das Gehirn, denn er wirkt wie eine Unterbrechung vom Bildeindruck oder wie ein kleiner Schlaf für die Augen. Beim Sehvorgang unterscheiden wir zwischen kleinen und großen Augenbewegungen. Die kleinen Augenbewegungen werden Sakkaden genannt. Dies sind winzig kleine sprunghafte Blickbewegungen, mit denen Bilder und Gesichter betrachtet und erschlossen werden. Die Sakkaden benutzen wir auch beim Lesen eines Textes, wenn sich die Augen über den Text vorwärtsbewegen. Beim natürlichen Umherschauen machen wir drei bis fünf Blicksprünge pro Sekunde.


Beim Lesen in der Nähe drehen sich die Augen etwas nach innen ein. Beim Schauen in die Ferne sind die Augen parallel gestellt. Auch beim Umherschweifen der Augen nutzen wir große Augenbewegungen sowie beim Verarbeiten und Abrufen von Informationen. Über unsere Augenmuskulatur, die direkt mit unserem Präfrontalen Kortex verbunden ist, rufen wir Erinnerungen und Informationen ab und stellen uns Zukünftiges vor. Nun sind die großen Augenbewegungen am Bildschirm aber extrem eingeschränkt, da der Blick nur auf eine sehr kleine Fläche gerichtet ist. Und das obwohl kein Muskel so oft benutzt wird, wie die Augenmuskulatur. Auch sind die Augenmuskeln die schnellsten Muskeln im Körper überhaupt. Wenn diese nun am Computer einfrieren, führt das zu vielfältigen Augenproblemen und Denkblockaden. Es lohnt sich also die Augen immer wieder ganz bewusst zu bewegen! Buchbestellungen bitte am besten bei Tredion selbst, auch um dessen Überleben zu sichern: https://tredition.de/autoren/judith-bolz-28593/kopfhoch-und-klar-sehen-hardcover-121118/

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